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Strom

Elektrischer Strom ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Fernseher, Telefon, Computer und damit das Internet, wir sind mit unserer Lebensweise auf die Energie aus der Steckdose angewiesen. Dies wird sich in Zukunft noch verstärken, wenn auch im Verkehrswesen vermehrt elektrischer Strom zur Fortbewegung genutzt wird. Gleichzeitig ist der Stromsektor weltweit zu 25% an den CO2-Emissionen und damit maßgeblich am Klimawandel beteiligt [1].
Drei Alternativen stehen Ihnen zur Verfügung, diesen Emissionen entgegenzuwirken: Strom selbst produzieren, Strom einsparen und den "Restbedarf" durch gute Ökostromanbieter decken. Wir möchten Sie mit diesem Artikel über letztgenannte Möglichkeit aufklären, Ökostrom zu beziehen.





Inhalt


1
Die Herkunft des elektrischen Stroms
1.1
Fossile Energieträger
1.2
Atomenergie
1.3
Erneuerbare Energien

2
Stand der Dinge
2.1
Strommix
2.2
Konsequenz

3
Die Alternative
3.1
Anbieterkriterien

4
Hintergrund
4.1
Tatsächlicher Nutzen
4.2
Subventionen
4.3
Smart Grid

5
Meinungen und Kommentare

6
Quellen und Hinweise

7
Autor






1 Die Herkunft des elektrischen Stroms

1.1 Fossile Energieträger


Kohle, Öl und Gas sind fossile Brennstoffe. Diese haben sich über Jahrmillionen in der Erdkruste angesammelt, bestehen aus pflanzlichen und tierischen Grundstoffen und enthalten energiereiche Kohlenstoffverbindungen. Die Energie für diese Verbindungen kommt ursprünglich von der Sonne und wurde mit Hilfe der Fotosynthese von Pflanzen gespeichert. So wurde sie letztlich über die Nahrung auch den Tieren zugänglich. Heute ist die Energie in fossilen Energieträgern gespeichert.
Durch Verbrennung dieser Energieträger wird Wärmeenergie freigesetzt. Wasser wird erhitzt und Wasserdampf, welcher Turbinen antreibt, entsteht. Ein mit dieser Turbine verbundener Generator erzeugt dann letzten Endes elektrischen Strom.
Als Abfallprodukt der Verbrennung entsteht unter anderem Kohlenstoffdioxid. Dabei macht es durchaus einen Unterschied, welche fossilen Brennstoffe verbrannt werden. So setzt Braunkohle, der "schmutzigste" Energieträger, sehr viel mehr CO2 pro kWh frei als beispielsweise Erdgas [Abb.1].


1.2 Atomenergie


Ein Atomkraftwerk hingegen benötigt für seine Energieerzeugung Uran. Wie in einer Atombombe werden hier Uranatome in einer Kettenreaktion gespalten, was allerdings durch Brennstäbe kontrolliert wird. Dabei frei werdende Gammastrahlen erhitzen Wasser, welches nicht-radioaktives Wasser in einem getrennten Kreislauf erhitzt. Schließlich ist es wieder der Wasserdampf, der über Turbine und Generator Strom erzeugt.
Die Problematik, die in diesem Zusammenhang entsteht, ist zum einen das Risiko eines Unfalls oder Anschlags. Dass dies trotz hoher Sicherheitsstandards nicht unrealistisch ist, zeigt die hier abrufbare Liste von Unfällen kerntechnischer Anlagen. Zum anderen ist es ungeklärt, wo die Abfälle dauerhaft gelagert werden sollen. Dabei handelt es sich um radioaktive, abgebrannte Brennstäbe sowie um radioaktive Abfälle, die beim Uranabbau entstehen. Wie brisant dieser Punkt ist, zeigt sich an dem einstigen Endlager Asse [3]. Der Salzstock droht einzustürzen, so dass die Rückholung von etwa 130.000 Fässern beschlossen werden musste, nach wenigen Jahren. Ein Endlager muss aber Millionen Jahre und dabei Eiszeiten, steigende Meeresspiegel, Erdbeben, Kriege und vieles andere überstehen.


1.3 Erneuerbare Energien


Dem gegenüber stehen die Erneuerbaren Energien. Vor allem Wind, Wasser, Biomasse und die Fotovoltaik sind die erneuerbaren Energielieferanten, die in der Gesamtbilanz weit weniger Treibhausgase verursachen und keinen Atommüll produzieren [4].
Doch auch diese Anlagen stellen auf verschiedenen Wegen einen Eingriff in die Umwelt dar. Und bevor Sie dazu übergehen, die Erneuerbaren zu unterstützen, sollten Sie auch hier genau hinschauen und auf Fragestellungen achten, wie: Wird die zur Produktion aufgebrachte Energie überhaupt wieder gewonnen? Fallen bei der Produktion von Solarzellen giftige Chemikalien an, die der Hersteller in den nächstbesten Fluss leitet? Ist ein flächendeckender Ausbau überhaupt möglich? Im Hintergrundteil dieses Artikels gehen wir auf solche Fragen ein. Zusätzlich haben Sie über die Kommentarfunktion die Möglichkeit, offen kritische Punkte zu hinterfragen. Wir kommen dabei zu dem Schluss, dass es zu den Erneuerbaren Energien keine gute Alternative gibt. Warum also sollten wir den Klimawandel erst richtig entstehen lassen und atomare Unfälle weiterhin riskieren? Es stellt sich also nicht die Frage ob, sondern wann! Dabei ist es sehr wichtig, bei den Erneuerbaren ebenfalls auf "Nachhaltigkeit" zu achten, die nicht automatisch gegeben ist.


2 Stand der Dinge

2.1 Strommix


Der produzierte elektrische Strom, aus welcher Anlage auch immer, wird nun in das Stromnetz eingespeist und zum Kunden transportiert. Je höher also die Nachfrage nach Strom einer bestimmten Anlagenart ist, desto höher ist ihr Anteil im Netz. Daraus ergibt sich der Strommix.

1998 wurde der Strommarkt liberalisiert und neuen Unternehmen die Möglichkeit gegeben, Strom anzubieten. Durch das wenig später eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches Strom aus erneuerbaren Quellen fördert, hat der Anteil der Erneuerbaren von 4% im Jahr 1997 auf heute 17% zugenommen (Stand 2010; 2014 sind wir bei knapp 25%) [Abb.4]. Diese Entwicklung ist als großer Erfolg zu werten und hat in zahlreichen Ländern zur Nachahmung des EEG geführt. Im Umkehrschluss bedeuten diese Zahlen jedoch, dass noch immer 83% der Energie aus Uran oder fossilen Energiequellen gewonnen wird. Und das ist vor allem auf einen Grund zurückzuführen: Die "schmutzige" Energie wird noch immer nachgefragt. Auch wenn bereits über drei Millionen Kunden zu Ökostrom gewechselt haben, bezieht die große Mehrzahl der Deutschen noch immer Graustrom und unterstützt diesen damit.


2.2 Konsequenz


Im Durchschnitt blasen Sie mit Ihrem Haushalt, nur durch den Stromverbrauch, pro Jahr etwa eine Tonne des Treibhausgases in die Atmosphäre [7]. Eine solche Angabe ist für jeden schwer greifbar. Wenn man aber bedenkt, dass in Deutschland über 80 Millionen Menschen leben und CO2-Emittenten wie Industrie und Verkehr noch hinzukommen, wird klar, dass ein solches Verhalten mit ökologischem Gleichgewicht nicht mehr viel zu tun hat [8]. Darüber hinaus werden deutschlandweit mehr als 20 neue Kohlekraftwerke gebaut oder geplant mit Laufzeiten von etwa 50 Jahren [Abb.5]. Denn noch immer wird die Nachfrage gestellt.


3 Die Alternative

3.1 Anbieterkriterien


Nun haben Sie die Möglichkeit, weiterhin fossile Energieträger und die Atomwirtschaft zu unterstützen, alternativ können Sie die Erneuerbaren Energien fördern. Alles, was Sie tun müssen, ist zu einem vertretbaren Anbieter zu wechseln. Womit wir bereits beim nächsten Punkt wären: Vertretbar müssen der Anbieter und das Produkt sein. Diese "Vertretbarkeit" beruht auf folgenden zugrunde liegenden Kriterien:
  • Der Anbieter darf keinerlei Verbindungen zu Kohle- oder Atomkraftwerken aufweisen. Er darf weder eine Tochtergesellschaft eines Unternehmens sein, welches "schmutzigen" Strom vertreibt, noch darf er neben Ökostrom den Kunden Graustrom zu Alternative stellen. Denn in beiden Fällen fließen Gelder, durch den Bezug von Ökostrom, in die falschen Hände und Interessen.
  • Der Anbieter muss auf REC-Zertifikate verzichten: Produziert eine Ökostromanlage Strom, erhält der Anlagenbetreiber REC-Zertifikate über die entsprechende Menge Ökostrom. Nun hat man als Kohlestromproduzent die Möglichkeit, dem Ökostromproduzenten lediglich dieses Zertifikat abzukaufen, um den eigenen Kohlestrom als Ökostrom anbieten zu können. Durch den Bezug von Ökostrom, der auf diese Zertifikate zurückzuführen ist, wird keine zusätzliche Nachfrage geschaffen. Denn aufgrund der niedrigen Zertifikatspreise wird Kohlestrom + Zertifikat als Ökostrom lukrativ. Auf dem Papier hat der norwegische Mix zwar weniger Ökostrom vorzuweisen, der Anteil Erneuerbarer Energien ist dort allerdings so hoch, dass durch den entstandenen Mangel auf dem Papier ebenfalls keine Nachfrage geschaffen wird [10].
    Lange Rede kurzer Sinn: Man braucht also Anbieter, die direkt mit Anlagenbetreibern zusammenarbeiten und auf Nachfrage physischen Ökostrom ins Netz einspeisen, anstatt lediglich die genannten Zertifikate zu erwerben.
  • Der Tarif muss einen Beitrag zu Neuanlagenförderung enthalten: Wie im Hintergrundteil näher dargestellt wird, ist auch der Nutzen eines Anbieterwechsels nicht ganz so direkt, wie auf den ersten Blick gedacht. Daher macht es Sinn, diesen Nutzen durch eine zusätzliche Förderung zu erhöhen. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Anteil des Preises pro kWh handeln, der direkt für die Förderung weiterer Erneuerbarer Energien-Anlagen genutzt wird.
Hält man diese Kriterien bei der Anbietersuche ein, bleiben von deutschlandweit über 100 Anbietern nur noch wenige Anbieter übrig. Zu denen, die es wirklich ernst meinen gehören die Unternehmen Naturstrom, Polarstern, EWS Schönau und Greenpeace Energy. Auch Sie können wechseln und den Anteil Erneuerbarer Energien im Stromnetz erhöhen. Kontaktieren Sie uns für genauere Informationen und einen Preisvergleich zu Ihrem aktuellen Anbieter.





4 Hintergrund


Wie bei so vielen Dingen wird ein Thema umso komplizierter, je genauer man hinschaut - dies trifft nicht zuletzt auf den Strommarkt zu. Wer tiefer einsteigen will, darf sich gerne die folgenden Zeilen zu Gemüte führen und / oder weitere Themen über die Möglichkeit des Kommentars unten anstoßen.


4.1 Tatsächlicher Nutzen


Sobald Sie neuer Kunde eines Ökostromanbieters werden, muss dieser dafür sorgen, dass sein produzierter oder gekaufter Strom ausreicht, um auch Ihren Haushalt zu versorgen. Dafür muss er diese Menge irgendwo ins deutsche Netz einspeisen. Ihr vorheriger Anbieter muss sehen, wo er mit seinem Strom bleibt. Wird bei diesem Vorgang jedoch tatsächlich CO2 und Atommüll eingespart?

Durch das sehr erfolgreiche EEG, das privaten und gewerblichen Anlagenbetreibern einen festen, subventionierten Preis pro kWh zusagt, beträgt der Anteil an Erneuerbaren Energien bereits knapp 17%. Diese Strommenge übersteigt die Nachfrage durch Ökostromkunden um das 12-fache [11]. Wenn ein Ökostromanbieter seinen Kunden also Ökostrom aus Deutschland anbietet, dann bezieht er diesen von Anlagen, die ihren Strom andernfalls nach den EEG-Vergütungen eingespeist hätten. Hat ein Wechsel unter diesen Bedingungen dann noch Sinn? Natürlich, denn Sie geben ihr Geld nicht mehr dem Unternehmen, das damit Atom- und Kohlekraftwerke betreibt.

Und wie sieht es aus, wenn ein Anbieter seinen Strom aus dem Ausland bezieht? Zunächst einmal sollte der Anbieter, wie oben beschrieben, auf REC-Zertifikate verzichten. Tut er dies, bezieht er den Ökostrom für seine Kunden von Anlagenbetreibern, die ihren produzierten Strom ins deutsche Netz einspeisen. Dadurch entsteht dort ein Mangel. Nun entspricht dieser Mangel jedoch in etwa dem hiesigen Überschuss. Folglich wird der hier nicht mehr benötigte Graustrom genau dorthin exportiert - auf dem Papier, denn Stromex- und -import werden miteinander verrechnet. Somit scheint der Graustrombetreiber nicht viel verloren zu haben, nachdem Sie ihm den Rücken gekehrt haben. [11]. Doch nur auf den ersten Blick, denn tatsächlich geht dieser Vorgang mit Gewinnverlusten für den Graustrombetreiber einher.

Fazit: Sobald Sie zu einem vertretbaren Ökostromanbieter wechseln, fördern Sie ein Unternehmen, das die Energiewende politisch und wirtschaftlich vorantreibt. Gleichzeitig müssen Atom- und Kohlestrombetreiber mit nicht unerheblichen Gewinneinbußen rechnen.
Zudem sollten Sie nicht die Neuanlagenförderung vergessen. Die Firma Naturstrom beispielsweise hat durch einen Anteil im Preis, der zur Förderung neuer Anlagen genutzt wird, schon 170 Anlagen gebaut bzw. sich an deren Bau beteiligt. Bestätigt wird dies durch das Grüner Strom Label [Abb.7].


4.2 Subventionen


Mehrfach sind wir nun schon auf die bestehenden Subventionen für die Erneuerbaren, insbesondere aber die Fotovoltaik, angesprochen worden. Diese würden doch lediglich den Bürger belasten und eine nicht konkurrenzfähige Branche tragen. Darauf möchte ich kurz eingehen: Die Subventionen für Erneuerbare Energien werden einem Anlagenbesitzer in Form eines Aufschlags auf den Marktpreis einer Kilowattstunde Strom (kWh) gegeben. Wenn Sie also eine Fotovoltaikanlage auf Ihrem Dach haben oder irgendwo eine Windkraftanlage aufstellen, dann bekommen Sie nicht den Marktpreis von 5 Cent pro kWh, sondern den subventionierten in Höhe von 10 Cent (fiktive Zahlen). Der örtliche Netzbetreiber ist dabei verpflichtet, diesen Strom auf 20 Jahre zum subventionierten Preis abzunehmen. Aus der Menge an Ökostrom, die deutschlandweit ins Stromnetz eingespeist wird, ergeben sich die gesamten Subventionskosten, die Jahr für Jahr neu ermittelt werden. Diese werden auf alle Stromkunden Deutschlands aufgeteilt. Das ist die EEG - Umlage und das sind die Subventionen. Im Jahr 2011 beträgt die Förderung etwa 3,5 Cent pro kWh. Bei einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch einer Person von 1500 kWh sind das etwa 4,40 € im Monat. Die Subventionen unterliegen dabei einer Degression. Das bedeutet: Je später die Anlage ans Netz gebracht wird, umso geringer sind die Erlöse, die der Anlagenbetreiber pro kWh erhält. Diese Degression verstärkt sich mit der Menge der installierten Anlagen. Der Anlagenhersteller ist also gezwungen, seine Produktionskosten zu senken, so dass der Anlagenbetreiber einen wirtschaftlichen Sinn in der Installation einer neuen Anlage sieht [12].

Fazit: Momentan unterstützen Sie mit wenig Geld eine Entwicklung, die dabei ist, einem Hauptverursacher des Klimawandels entgegenzuwirken. Dabei ist Deutschland zu einem der weltweit führenden Länder dieser Technologien geworden, was unserer Wirtschaft nicht unerheblichen Aufwind gibt. 370.000 Menschen waren 2010 im Bereich der Erneuerbaren Energien beschäftigt - Tendenz steigend [13]. Die Subventionen unterliegen einer Degression, was bedeutet, dass sie auf absehbare Zeit verschwinden werden und eine konkurrenzfähige Branche geschaffen haben werden. Ja, wir brauchen diese Subventionen.


4.3 Smart Grid


Nicht selten wird gesagt, der flächendeckende Ausbau Erneuerbarer Energien sei netztechnisch gar nicht möglich. Tatsächlich ist das Stromnetz nicht auf die Schwankungen, wie sie beispielsweise die Windkraft mit sich bringt, ausgelegt. Das Netz diente bisher dazu, große Strommengen aus großen Kraftwerken in nur eine Richtung zu transportieren. Die Herausforderung, die nun angegangen werden muss, ist eine Schwankungen ausgesetzte, immer dezentraler werdende Energieversorgung salonfähig zu machen. Hier kommt das Smart Grid ins Spiel. Im Gegensatz zu seinem alten Vertreter ist dieses Stromnetz dazu in der Lage, Stromlöcher sowie Überkapazitäten so auszugleichen, dass an jedem Ort zu jeder Zeit eine sichere Energieversorgung gewährleistet ist. Dazu müssen neben dem Strom selbst auch Informationen über selbigen geliefert werden. Vor diesem Hintergrund müssen Neubauten und Altbauten bei Sanierungen seit diesem Jahr mit einem Smart Meter ausgestattet werden, dem Ersatz des aktuellen Stromzählers. Dieser liefert Informationen über eingespeisten Strom einer eventuell vorhandenen Fotovoltaikanlage sowie Informationen über den Verbrauch des Haushalts. Es fließt also nicht mehr ausschließlich Strom durch die Leitungen, sondern auch Daten - dem Internet vergleichbar. Diese lassen eine Plattform entstehen, die es zum einen dem Verbraucher möglich macht, Strom zu nutzen, sobald er günstig ist bzw. viel davon im Netz ist. Auf der anderen Seite ermöglicht dieses System vielen dezentralen Kraftwerken, dann eingeschaltet zu werden, wenn Stromlücken entstehen. Außerdem können Stromüberkapazitäten der einen Region Stromlücken der anderen ausgleichen [Abb.8].
Die Entwicklung des Smart Grid ist keine Wunschvorstellung, sondern absolut notwendig, um die Erneuerbaren Energien zu etablieren. Darüber hinaus bekommt die Atomausstiegsdebatte dadurch einen ganz neuen Aspekt. Kernkraftwerke nämlich sind nicht in der Lage, schnell auf wechselnde Anforderungen zu reagieren. So ist es mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass an sonnenreichen, windreichen Tagen Stromüberkapazitäten herrschen und der Ökostromanbieter letztlich dafür bezahlen muss, dass sein Strom abgenommen wird. Dass dieser Sachverhalt die Entwicklung Erneuerbarer Energien eher blockiert, liegt auf der Hand.

Fazit: Es ist richtig, dass das aktuelle Stromnetz nicht auf die Erfordernisse einer flächendeckenden Energieversorgung durch Ökostrom ausgelegt ist. Dies ist jedoch keinesfalls ein Gegenargument. Vielmehr geht es bei der Energiewende nicht ausschließlich um die Förderung der Anlagen selbst. Es geht eben auch um den Ausbau des Netzes. Firmen wie Siemens, IBM oder ABB arbeiten mit staatlicher Unterstützung intensiv daran [14].





5 Meinungen und Kommentare


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Ihr Kommentar
  


Kathrin Hau schrieb am 4.10.2010:

Ich finde den obenstehenden Beitrag sehr gut und möchte vor dem Hintergrund des gerade vorgestellten "bahnbrechenden" Energiekonzeptes der Regierung nochmal unterstreichen: Jeder der jetzt wechselt, führt die Argumente pro Atom ad acta! Es ist für jeden mit eigenem Stromzähler online ganz einfach!





6 Quellen und Hinweise


1 Al Gore? ..Quelle kommt!

2 Erdgas Muenster? ..Quelle kommt!

3 http://www.spiegel.de/... seit_1995

4 http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/... Stromerzeugung

5 Quaschning? ..Quelle kommt!

6 http://www.unendlich-viel-energie.de (Abb.4)

7 http://umweltbewusst-heizen.de/Strom/... Deutschland.html

8 http://www.oekosystem-erde.de/html/energie.html

9 http://www.bund.net/bundnet/... stoppen/ (Abb.5)

10 http://de.wikipedia.org/wiki/RECS

11 http://www.zeit.de/2008/26/U-Oekostrom ab

12 http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

13 http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/47149/40289/

14 http://www.spiegel.de/thema/smart_grid/





7 Autor


Ich studiere Medizin an der Universität Witten/Herdecke und habe vor gut 2 Jahren die Grüne Verantwortung gegründet. Da ich im ökologischen-gesellschaftlichen Bereich viel Handlungsbedarf sehe, engagiere ich mich hier sehr gerne. Und weil ich zudem eine kleinen Familie habe, muss die Uni zurückstecken, so dass ich mich zur Zeit im Urlaubssemester befinde.
In die Stromthematik habe ich mich intensiv selbst eingearbeitet und freue mich mein Wissen teilen und einsetzen zu können.



 
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